Verdauung

Die menschliche Verdauung hängt stark mit der Art und Weise zusammen, wie der Körper Reserven anlegt und speichert.

Für den Körper ist das Fasten ein bedeutender Einschnitt. Er wird gezwungen werden, sich von der üblichen Ernährungsweise zu verabschieden und statt dessen den Großteil der Nährstoffe aus körpereigenen Reserven zu beziehen. Lediglich mit jenen Stoffen, die wir im Körper üblicherweise nicht in ausreichender Menge speichern können, versorgen wir ihn zusätzlich.

Der menschliche Körper speichert vor allem Energielieferanten. Das sind in relativ geringen Mengen Zuckerformen. Doch die meiste Energie wird in Form von Fetten gespeichert. Diese sind nicht so schnell wieder mobilisierbar, was u.a. erklärt, warum der Körper sie lieber unangetastet (und uns fett) lässt und statt dessen leichter zu erreichende Stoffe angreift.

Der Körper bekommt mit der Nahrung hauptsächlich Eiweiße (Proteine), Fette und Zucker (Kohlenhydrate) zugeführt. Der Körper ist in der Lage, Zucker (i.d.R. Glucose, die z.B. der einzig brauchbare Energielieferant für das Gehirn ist) auch aus anderen Stoffen selbst herzustellen.

Die Verdauung ist nicht leicht zu vermitteln. Man kann sich vielleicht als Kern der Sache merken, dass der Körper die drei o.g. Stoffe benötigt und auch verwendet. Er braucht sie für unterschiedliche Aufgaben. Er kann sie speichern und später wieder aktivieren.

Und warum speichert er Fett?

Das ist recht einfach zu erklären. Wenn Sie mobil bleiben, aber immer etwa 1 Millionen Euro dabei haben müssen, was würden Sie dann mitnehmen? 20 kg Gold oder etwa 200 g Diamanten?

Sehen Sie? Genau das “denkt” sich der Körper auch. Und deswegen lagert er Fett.

Wikipedia sagt dazu:

Fette sind neben den Kohlenhydraten (Zucker, Glykogen) die wichtigsten Energiespeicher der Zellen. Der physikalische Brennwert liegt bei ca. 39 kJ/g Fett und ist somit mehr als doppelt so hoch wie bei Kohlenhydraten und Eiweiß (17,2 kJ/g).

Grundriss der Verdauung der Kohlenhydrate

Ich will an dieser Stelle einen Teil eines Artikels aus der Wikipedia zitieren.

Kohlenhydrate sind ein wesentlicher Teil der menschlichen Nahrung neben Fett und Eiweiß. Sie sind der Hauptenergielieferant für den Organismus und sind im Gegensatz zu den Fetten schnell verwertbar, gelten aber nicht als essentiell, da der Körper sie in der Gluconeogenese unter Energieaufwand aus anderen Nahrungsbestandteilen herstellen kann. Da insbesondere das Gehirn hochgradig von Glucose als Energieträger abhängig ist und keine Fette verwerten kann, muß der Blutzuckerspiegel in engen Grenzen gehalten werden.

Dessen Regulation erfolgt durch das Zusammenspiel von Insulin und Glucagon. Bei Kohlenhydratmangel wird das Gehirn durch Ketonkörper versorgt, was sich z. B. bei einer Diät durch Acetongeruch bemerkbar macht.

Eine völlig kohlenhydratfreie Ernährung wurde im Tierversuch bei Hühnern problemlos vertragen.[1] Eine eigenständige Erkrankung des Menschen durch das Fehlen von Kohlenhydraten ist unbekannt.[2] Der Energiegehalt von einem Gramm Kohlenhydrat beträgt rund 17,2 Kilojoule (kJ) (4,1 kcal).

Die physiologische Energieerzeugung aus Kohlenhydraten erfolgt im Normalfall in der nicht-oxidativen Glycolyse und im oxidativen Citrat-Zyklus.

Kurzfristig wird Glucose als Glycogen in der Leber und im Muskelgewebe gespeichert. Wenn die Versorgung der Gewebe mit Kohlenhydraten größer ist als ihr Verbrauch, wird der Überschuss in Fett umgewandelt und als Depotfett gespeichert.

Beispiele für Lebensmittel, die einen hohen Anteil an Kohlenhydraten aufweisen: Brot, Nudeln, Bohnen, Kartoffeln, Kleie, Reis und Getreide.

Pflanzenarten, die vor allem zur Kohlenhydrataufnahme in der Ernährung beitragen, sind im Artikel Nutzpflanzen zusammengestellt.

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