Was passiert eigentlich beim Fasten mit meinem Körper? Diese Frage sollte ich jeder stellen, der fasten will. Denn die Antworten darauf helfen Ihnen zu entscheiden, ob das Fasten das Richtige für sie ist oder ob es sogar schädlich sein kann.
Grob gesagt lässt sich das Fasten so zusammenfassen:
Der Körper bekommt keine Nahrung von außen mehr, braucht aber noch Energielieferanten. Also holt er sich die aus den Körperreserven und baut diese ab.
Körperliche Vorgänge
Wenn dem Körper keine Nahrung zugeführt wird, schaltet er nach ein bis zwei Tagen auf den so genannten Hungerstoffwechsel um, bei dem so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Beim Fasten sinkt der Blutdruck, der Kreislauf und das Herz werden entlastet, der Körper wird entwässert und das Atmen wird evtl. leichter.
Es gibt jedoch auch Mediziner, die das Fasten als starke körperliche Belastung und nicht Entlastung bezeichnen und es daher nur Gesunden empfehlen, wenn überhaupt.
Nach mehreren Tagen werden die Eiweiß- und Fettreserven des Körpers allmählich aufgelöst. Bei diesen Stoffwechselvorgängen bilden sich Ketonkörper wie Azeton, erkennbar an Mund- und Körpergeruch.
Bei längerem Fasten schüttet der Körper auch Endorphine aus, um die "Hungerphase" erträglicher zu machen.
Pro Tag verlieren Fastende im Durchschnitt etwa 400 Gramm Gewicht, am Anfang allerdings vor allem Eiweiß und damit Muskelsubstanz, sofern kein Eiweiß zugeführt wird. Bei einer kurzen Fastendauer kann dieser Verlust allerdings in kurzer Zeit wieder ausgeglichen werden. Mehrwöchiges Fasten kann jedoch auch den Herzmuskel angreifen.
Fasten regt nach Studien das Immunsystem an. Nach längerer Fastenzeit nimmt die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems jedoch ab. Fasten kann entzündliches Rheuma bessern. Alle durch die Ernährung beeinflussbaren Krankheiten können durch das Fasten angeblich beeinflusst werden.
Wesentlich für den gesundheitlichen Effekt des Fastens sind die Vorbereitungstage, die Darmentleerung und auch das Fastenbrechen mit einem vorsichtigen Kostaufbau bis zur Normalkost.
Quelle: Wikipedia
Es gibt Personengruppen die keinesfalls fasten dürfen. Bei Ihnen kann fasten zu irreversiblen Schädigungen führen.
Wichtig!
Nochmal deutlich gesagt: Beim Fasten geht der Körper nicht brav und selektiv an das, was Sie vielleicht loswerden wollen; an das Fett. Zuerst baut der Körper verfügbare Eiweiße ab. Und das ist in der Regel Muskelgewebe.
Erst nach einiger Zeit greift er auch auf die Fettreserven zu.
Dieser Muskelabbau kann umgekehrt werden, wenn das Fasten nicht zu lange dauert. Ist es allerdings zu lang, dann wird auch der Herzmuskel angegriffen – und unumkehrbar geschädigt!
Die Gesundheit hängt also stark von der Form des Fastens ab. Es gibt Arten des Fastens, bei denen aus genau diesem Grund dem Körper während des Fastens Eiweiße zugeführt werden. Es gibt aber auch Extremfastenvarianten, wie das Teefasten, die von Medizinern überhaupt nur körperlich völlig fitten und gesunden Menschen erlaubt werden – und die von den meisten seriösen Medizinern abgelehnt werden.