Das Hauptziel von Franz Xaver Mayr, dem Erfinder der “Franz-Xaver-Mayr-Kur” war die Sanierung des Darms. Sie ist nicht als Diät zur Gewichtsreduktion gedacht und eigentlich auch nicht geeignet. Was natürlich niemanden davon abhält, es dennoch zu versuchen. ;-)
Hinter Mayrs Kur steckt seine Idee, dass die monotone Art der Ernährung durch altbackene Brötchen (Semmeln, Schrippen, usw.) und Milch dem Körper nach einziger Zeit hilft, naturbelassene Kost anständig zu verdauen.
Außerdem würde das mühselige Kauen und Anfeuchten der alten Brötchen den natürlichen Speichelfluss anregen und der sei schließlich die allererste Stufe der Verdauung.
Überhaupt nicht geeignet ist die Mayr-Kur in folgenden Fällen:
- Multiple Sklerose
- Tumore
- Thyreotoxikose
- Essstörungen (Bulimie, Magersucht)
- Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
- In der Schwangerschaft
- Bei psychischen Krankheiten
Die Mayr-Kur ist nicht ohne Kritiker. So sind Milch und alte Brötchen sicher keine auch nur ansatzweise ausgewogene Ernährung bzw. Versorgung. Diese Kur sollte niemals ohne vorherige Beratung und Absprache mit einem Arzt durchgeführt werden. Sie stellt eine nicht zu unterschätzende Belastung dar.
Sie ist aus logischen Gründen definitiv nicht zum Abnehmen geeignet. Der Körper wird mit reichlich Fetten und Zuckern versorgt, erhält aber kaum notwendige Vitamine und Mineralstoffe.
Das Fasten nach Mayr wird von seinen Anhängern gerne als schonend und harmlos propagiert. Es ist angeblich sogar für Kinder geeignet. Gleichzeitig wird schon in einer fast religiösen Weise vom Säure-Basen-Haushalt des Körpers und dessen nützlicher Anreicherung mit Säuren geredet – wofür es nach wie vor keine Beweise gibt.
Sicher wird eine Mayr-Kur von 3-4 Tagen keinem Gesunden schaden, denke ich. So lange hält ein gesunder Mensch es spielend auch ohne jegliche Nahrung aus, wenn er genug Saft und Wasser bekommt.
Aber so wie es nach den meisten Quellen den Anschein hat, beruhen die heilenden Wirkungen der Kur zu einem nicht unwesentlichen Teil auf Glauben.
