Das Saftfasten (auch Buchinger-Heilfasten) ist sehr beliebt und verbreitet. Dabei bekommt der Körper hauptsächlich frische Frucht- und Gemüsesäfte, Wasser sowie Gemüsebrühe zugeführt – um die 3 – 4 Liter pro Tag.
Diese große Menge von Flüssigkeit wirkt magenfüllend und sorgt mit dafür, dass kein großes Hungergefühl aufkommt. Gleichzeitig sorgen die Säfte für eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralien. Außerdem bekommt der Körper in kleiner Menge Eiweiße geliefert, was dem gefürchteten Muskelabbau entgegenwirkt.
Die Befürworter des Saftfastens sind in der Regel auch undogmatisch genug, beispielsweise bei Unwohlsein oder Kopfschmerzen während des Fastens auch mal ein kleines Glas Buttermilch oder einen Löffel Honig zu gestatten. Die heiße Gemüsebrühe tut ein übriges zum Wohlbefinden des Fastenden.
Insgesamt also eine angenehm unverklemmte Art des Fastens.
Das Saftfasten “erlaubt” etwa 0,5 Liter Obstsäfte bzw. Gemüsesäfte sowie bis zu 0,5 Liter heiße Gemüsebrühe am Tag.
Hier werden die Säfte als “Nahrung” betrachtet. Wie bei dem meisten Heilfasten-Kuren soll der Fastende den ganzen Tag über viel, viel Wasser trinken. Die Säfte hingegen soll man schon fast wie Suppen behandeln. Viele Saftfaster löffeln ihre Säfte und vor allem auch die Gemüsebrühe in kleinen Schlucken.
Oft wird sogar davon gesprochen, diese gelöffelten Portionen zu “kauen” und “einzuspeicheln”. Aus vernünftigen biologischen Gründen sollte man meiner Meinung nach davon genauso Abstand nehmen, wie vom Kaugummi-Kauen während des Fastens.
Bei diesem überflüssigen und “leeren” Kauen wird der Speichelfluß sowie die Produktion von Magensäften angeregt. Auch die Magenbewegungen nehmen zu, in der Erwartung von Arbeit. Die kommt aber nicht, so dass es entweder zu Problemen wegen zu vieler Magensäure führt, oder einem ganz profanen, aber quälenden Hungergefühl.