Fasten zur Körperreinigung

Einer der ersten und immer wiederkehrenden Schritte des Fastens ist die innerliche Reinigung des Körpers. Oder um es mal weniger schönmalerisch zu formulieren: Sie nehmen Mittel zu sich, um den Körper zu zwingen, auch noch den letzten Rest ihres Darminhaltes von sich zu geben.

Und dann – während des Fastens – stößt der Körper weitere Abfallstoffe ab. Das hat zum einen damit zu tun, dass wir viel trinken und den ganzen Flüssigkeitshaushalt – allen voran die Nieren – gründlich durchspülen. Zum anderen geben wir Abfallstoffe über die Haut ab. Wir stinken. Das liegt aber vor allem an den Stoffen, die bei der speziellen Art der Nahrungszersetzung auftreten, die beim Fasten entsteht. Greift der Körper auf eingelagerte Energieträge (also eigentlich hauptsächlich fette) zurück, dann entstehen beim Zersetzen dieser Fette Abfallstoffe die nicht angenehm riechen.

Das ist normal. Streng genommen handelt es sich auch nicht um “in den Körper eingelagerte Gifte, die man durchs fasten los wird” – um das mal loszuwerden.

Sie haben Fette udn Eiweiße eingelagert und die sind erst einmal körpereigen und völlig wertfrei. Lästig, ja… aber keine “Gifte”. Doch bei der Fettverdauung körpereigener Reservefette entstehen nun einmal Zwischenstoffe, die bei der “normalen Verdauung” nicht entstehen.

Man kennt den Geruch von “verfaulten Eiern”. Der beruht auch auf Ketonkörpern, Schwefelverbindungen. Und diese Ketone entstehen bei sogenannten “katabolen Stoffwechsellagen”. Also beim Hungern und bei Diäten, die den Körper zwingen, körpereigene Reserven abzubauen. Einer dieser Geruchsstoffe ist Azeton und der erzeugt u.a. einen unangenehmen Mundgeruch.

Mediziner sehen das fasten im Gegenteil sogar als etwas Abfallstoff erhöhendes an:

Die beim Fasten entstehenden Ketonkörper müssen über die Nieren ausgeschieden werden. Der Harnsäurewert steigt an, was die Entstehung von Blasensteinen und Nierensteinen begünstigen kann. Außerdem kann es zu Gichtanfällen kommen. Da Harnsäure ein Stoffwechselendprodukt und damit ein “Schlackenstoff” ist, widerspricht diese Tatsache eigentlich dem Ziel der “Entschlackung” beim Fasten.

Quelle: Wikipedia

OK, aber diese Stoffe werden ja nicht eingelagert, sondern sie entstehen nur beim Fasten und werden anders ausgeschieden. Der Körper wird als in diesem Fall weder vergiftet noch entgiftet – er funktioniert einfach nur.

Aber es hört sich natürlich Klasse an: “Der Körper riecht beim fasten anders, also müssen ja die Giftstoffe rauskommen”. :-)