Wie fange ich an?

Fasten ist definitiv ebenso ungewöhnlich wie Fallschirmspringen oder Höhlentauchen.

Was muss ich mir darunter vorstellen? Wie macht man das eigentlich? Hört man einfach auf zu essen? Und was ist, wenn ich die ganze Zeit Hunger habe? Darf jeder fasten und wie lange?

Zuerst einmal: Es gibt keine Fastenpatentrezepte! Jeder Mensch ist verschieden und jeder Körper reagiert anders bzw. hat andere Voraussetzungen.

Wenn Sie z.B. regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, dann sollten Sie sich vor dem Fasten von ihrem Arzt beraten lassen. Denn die Dosierung der Medikamente muss vielleicht geändert werden, wenn Sie den ganzen Tag über keine Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Sollten Sie Fasten, um danach weiter abzunehmen, dann sollten Sie die Zeit während des Fastens nutzen, um sich damit zu beschäftigen, was später auf Sie zukommt.

Was also brauchen Sie? Was muss erledigt werden?

  1. Disziplin: Sie haben eine gewichtigen Entschluss getroffen. Man kann nicht einfach so eben anfangen zu fasten und dann einfach wieder aufhören. Das Abbrechen des Fastens, das sogenannte Fastenbrechen, setzt trotzdem voraus, dass Sie erst einmal weniger und anders essen als vorher und die "Aufbautage" (und Aufbaumahlzeiten) einhalten.
    Denken Sie daran: Keiner zwingt Sie zu fasten. Sie tun das freiwillig und haben einen guten Grund dafür. behalten Sie das immer im Hinterkopf!
  2. Ihr Fasten betrifft nicht nur Sie allein. Sind Sie Arbeitnehmer, dann müssen Sie zumindest die Kollegen des engeren Kontaktes einweihen. Bitten Sie um Rücksichtnahme, wenn Sie nicht mit in die Kantine gehen. Bereiten Sie sie darauf vor, dass es z.B. zu Mundgeruch kommen kann und bitten Sie, dass man sie darauf aufmerksam macht. (Siehe auch "Einkaufsliste")
    Ihre Familie muss sich auch einfach damit abfinden, bei den Mahlzeiten mal auf Sie zu verzichten. Besonders am Anfang kann es schwer werden, sich neben duftende, gefüllte Teller zu setzen und eine Gemüsebrühe zu löffeln. Und die Gerichte muss ggfls. mal ein anderer abschmecken.